Langlauf - Ausdauer- und Athletiktraining im Winter

von Stefan Gunkler

Was macht ein Triathlet im Winter, wenn Radfahren und Laufen nicht so recht möglich sind und Schwimmen alleine nicht genug ist - er geht Langlaufen, Skaten um genauer zu sein. Da das bloße Training alleine natürlich zu langweilig ist, macht er halt auch noch einen Wettkampf mit. Da aber beim Langlaufen das Angebot leider nicht so umfangreich ist wie beim Triathlon oder Laufen, muss man nehmen was kommt.

Wie zum Beispiel, am 8.2. den Koasa-Lauf (auf österreichisch Kaiser-Lauf) in St. Johann in Tirol. Den Skating Lauf gab es als Halbmarathon mit 28 km und als Marathon mit 50 km. Alles in allem eine sehr schöne Strecke! Am Anfang geht es auf den ersten 5 km rund 100 Höhenmeter rauf. Der Rest der 50 km ist dann recht moderat, ja wäre da nicht das Wetter gewesen. Am Tag davor beim Klassik Lauf noch bestes Koasa-Wetter, hat es nun über Nacht 10 cm Neuschnee gegeben und auch während des Laufs weitere 10 cm oben drauf. Was beim alpinen Skifahren für Verzückung sorgt, ist beim Langlaufen leider nicht so toll, da Neuschnee sehr stumpf ist und der Ski nicht so richtig laufen will. Wenn dann noch auf Teilen der Strecke ein richtig strammer Wind ins Gesicht bläst, kommt erst richtig Freude. Das ist dann wieder mal der Zeitpunkt an dem man sich wieder mal die obligatorische Frage stellt: Warum macht man das eigentlich ;-)
Am Ende waren 4 Stunden und 7 Minuten notwendig um die 50 km zu absolvieren, eine Zeit die noch reichlich Potential für Verbesserung bietet.

Nachdem dann alles vorbei ist denkt man sich, das kann doch nicht alles gewesen sein, da trainiert man den ganzen Winter nur für einen Wettkampf, geht gar nicht.

Zu Glück gab's dann noch am 14.2. den Skadi Lauf am Arber (Bretterschachten) im Bayrischen Wald. Mit "nur" 32 km nicht ganz so lang wie der Koasa Lauf, dafür aber satte 600 Höhenmeter. Gleich zu Beginn auf 1100 Meter ging es, von ein paar Unterbrechungen abgesehen, über 14 km auf den höchsten Punkt der Strecke auf knapp über 1300 Meter.  Leider war auch hier das Wetterglück nicht auf unserer Seite, es gab zwar keinen Neuschnee, aber leider auch keine Sonne.  Die Loipe war zwar recht tief, aber dafür richtig schnell. So waren  dann, trotz er 600 Höhenmeter, 2 Stunden 23 Minuten für die 32 km fällig.