IRONMAN 70.3 Zell am See 2014

Teilgenommen haben neben 1800 weiteren Athleten auch die beiden VfL'er Philipp und Claus Thumm.

Die Bezeichnung '70.3' bedeutet, dass eine Gesamtstrecke von 70,3 Meilen zu absolvieren ist. Umgerechnet auf das metrische System sind es 1900 Meter Schwimmen im glasklaren Zeller See (bei 18 Grad Wassertemperatur), 90 Kilometer Rad (mit der Besonderheit der Überquerung eines Alpenpasses) und abschließend eines Laufes über die Halbmarathondistanz von 21,1 Kilometern entlang des Seeufers.

Der diesjährige Wettkampf wurde als Generalprobe für die 70.3-Weltmeisterschaft angesehen, die im nächsten Jahr erstmals von IRONMAN in Europa ausgetragen wird. Um der Bedeutung dieses Ereignisses auch gerecht zu werden, wurde insbesondere die Radstrecke in ihrer Schwierigkeit erheblich gesteigert. Bei den insgesamt 900 Höhenmetern musste auf der Straße über den Filzensattel am Hochkönig ein Anstieg von 25 Kilometern überwunden werden - max. Steigung 15% auf 2 Km. Eine nicht zu unterschätzende Schwierigkeit stellte auch die Abfahrt dar, die ein Gefälle bis zu 17 % und einige sehr enge Serpentinen aufwies.

Die Gefährlichkeit dieser Passfahrt wurde durch Regen, der bei diesem Wettkampf ca. 2 Stunden nach dem Start einsetzte, nochmals vergrößert. Der Regen und die damit einhergehende Kälte ließen alle Athleten auf dem Rad zu Eiszapfen erstarren.

Auch beim Laufen dauerte es einige Zeit bis bei diesen Bedingungen die beiden VfL-Starter ihren Rhythmus gefunden hatten. Auf der Laufstrecke, die von der Wechselzone in Schüttdorf am Südufer des Sees zum Zentrum von Zell und dann am See entlang bis Thumersbach führte, mussten noch einige Anstiege bewältigt werden auf insgesamt 2½ Runden.

Gesamtsieger bei den Herren wurde Marino Vanhoenacker (BEL) in 4:02 Std. und bei den Damen Eva Wutti (AUT) in 4:28; ihr folgten dann zwei fränkische Profis mit Kristine Möller und Anja Beranek.

Philipp und Claus kamen auch ins Ziel! Philipp nach 5:05 (Platz 20 in AK20) und Claus in 5:59 - Platz 3 in AK60. Beide verpassten nur knapp die Qualifikation zur WM im nächsten Jahr. Der IRONMAN-Pokal für den 3. AK-Platz ist eine schöne Erinnerung an den Regen-Triathlon von Zell am See.