Bericht vom IRONMAN 70.3 Rapperswill-Jona 2008

von Thorsten Eckert

Die Organisation war hervorragend, die Schweizer halt. Samstag abend gab es eine Pasta-Party mit einer Tanz-Show-Einlage und Rosenkönigin. Verpflegung, auch im Wettkampf, Zuschauer, Helfer etc., ich war echt begeistert.

Geschwommen wird 1 Runde im Züricher See, wobei jede AK eine Startgruppe bildet. Das Wasser war mit 15,7° kalt, aber nicht unangenehm. Ich startete 9:15h, Josef 9:30h, Christoph 9:45h. Nach dem kurzen Anfangsgewühle hatte ich das erste Mal einen Wasserschatten. Allerdings war er genauso schnell wie ich, d.h. hinter ihm war es relativ entspannt, aber vorbei gekommen bin ich dann auch nicht mehr -> d.h. für mich, ich muss anfangs schneller los schwimmen, um einen schnelleren Wasserschatten zu bekommen. Nach exakt 30:00min war das Schwimmen zu Ende und es folgte ein ca. 3-400m langer Lauf zur Wechselzone.

Die Radrunde wurde im Vergleich zum Vorjahr verändert und weist jetzt knapp 1000Hm mit ein paar giftigen bis zu 15% steilen Anstiegen auf: 10km flach, 10km bergig, 15km Abfahrt, 10km flach zurück, das ganze 2 Mal. Vor allem auf dem Rad merkte ich meine Trainingslagerwoche 1 Woche vorher. Es lief schon ganz gut, aber so richtig quälen konnte ich mich nicht, z.B. das die Oberschenkel am Berg brennen und so. Aber egal, auf der Geraden habe ich gut Druck gemacht und nach 2:20h war die zu kurze Radstrecke absolviert.

Das Laufen ging zäh los, da mein Puls nicht wirklich in Schwung kommen wollte, aber egal, das Tempo hat gepasst. Die Laufstrecke geht zunächst in die Stadt rein, über Kopfsteinpflaster und bei KM2 kommen die "Stairways to heaven", 65 Stufen hinauf zur Burg mit super Stimmung. Dann flach am Start/Ziel-Bereich vorbei in Richtung Stadium, dort 1 Runde und wieder zurück, das ganze 2 Mal. Der Laufsplit war im Nachhinein das Highlight für mich, da mich zwar ab Schwimmausstieg niemand mehr überholt hat, aber beim Laufen konnte ich mit einem 1:20:58h Halbmarathon eine für mich sehr gute Zeit erzielen und die anderen Athleten im wahrsten Sinne des Wortes stehen lassen (selbst Frank Vytrisal war 1,5min langsamer :-) ). Auch wenn ich gewusst hätte, dass Platz1 nur 41 Sekunden entfernt lag, ich wäre wohl nicht mehr rangekommen.