Mit Höchstgeschwindigkeit durch das Hirschbachtal

Mit einem lauten Piepton wurde jeder der knapp 100 Sportler beim ersten Jedermann-Zeitfahren um Eschenbach auf die Strecke geschickt. Am Start, der im Abstand von je 30 Sekunden erfolgte, war Schlange-Stehen angesagt.

Waren die großen Gänge für die maximale Übersetzung mit verbissenem Gesichtsausdruck erst einmal in Schwung gebracht (Bild unten), brausten die Profi-Radler, Triathleten und Jedermänner mit im Schnitt 45 km/h den Parcours nach Eschenfelden hinauf. Dort tasteten sie sich nach zwölf Kilometern vorsichtig um die Wende, um keinen Sturz zu riskieren. Diese blieben auf dem welligen Kurs durch das Hirschbachtal aus.

Stattdessen sorgten die Kurven und kleinen, aber ruppigen Anstiege dafür, dass die Startreihenfolge schnell durcheinander gewürfelt wurde. Aufgrund der kurzen Abstände und der Streckenführung hatten sich die Gegner jederzeit im Blick, zogen daraus ihre Motivation für die letzten Meter. Denn auch wenn die Sportler ins Ziel größtenteils bergab sausten und ihre Scheibenräder zum Surren brachten, pumpten einige Athleten in ihren hautengen Rennanzügen heftig.

Nicht aber Sieger Swen Sundberg, der die 24 Kilometer in 31:27,8 Minuten abflog. Fabian Ness (31:57,2) und Markus Schattner (32:09,9) folgten auf den Plätzen. Trotz der Vorbereitung auf die Deutsche Meisterschaft im Triathlon in Kulmbach am kommenden Wochenende erradelte sich der Reichenschwander Michael Kraus (im Bild oben) in 32:58,7 Minuten Rang acht.

Bei den Frauen wurde die Zeitfahrweltmeisterin der Senioren, Adelheid Schütz, ihrer Favoritenstellung gerecht. Sie siegte in 34:19,0 Minuten vor Elke Bäumler (38:02,6) und Lokalmatadorin Tamara Zeltner (38:17,7, Mitte).

Für die Neugierigen an der Strecke waren vor allem die Cracks auf ihren ultraleichten Zeitfahrrädern und mit ihren windschnittigen Helmen ein echter Blickfang. Organisator Michael Krell und die Athleten fanden die Premiere mehr als gelungen. Die Zeitfahrer wollen nächstes Jahr wieder kommen.

Alle Ergebnisse des Zeitfahrens finden Sie hier.

Hersbrucker-Zeitung, Fotos: A. Pitsch