Traum erfüllt: Triumph beim Triathlon

Thorsten Eckert aus Hüttenbach qualifiziert sich in Florida für den Ironman auf Hawaii

HÜTTENBACH/PANAMA CITY BEACH Beim Ironman Florida in Panama City Beach war mit dem Hüttenbacher Thorsten Eckert auch ein einheimischer Triathlet am Start.

Sein Ziel war, sich dort möglichst direkt für den berühmten Ironman auf Hawaii zu qualifizieren. Nachfolgend der Erlebnisbericht von Thorsten Eckert.

Ein Ironman: Das heißt 3,8 km einschwimmen, eine lockere 180-km-Radausfahrt und ein Marathon zum Auslaufen. Es gibt weltweit rund 20 dieser Veranstaltungen, bei denen man sich für den legendären Triathlon World Championship auf Hawaii qualifizieren kann. Dazu gibt es für jede Altersklasse (AK, in meinen Fall die AK 30-34) eine gewisse Anzahl von Startplätzen (slots), abhängig von der Anzahl der Teilnehmer. Für Florida hieß das sieben slots f ür rund 300 Teilnehmer meiner Altersklasse. Die ersten Sieben qualifizieren sich für Hawaii. Nimmt jemand seinen Platz nicht ein, rückt der Nächste nach. Und um es vorwegzunehmen, ich habe mich qualifiziert.

Eine Woche akklimatisiert

Bereits eine Woche vor dem Wettkampf flog ich nach Florida, um mich noch etwas an das deutlich schönere Wetter zu gewöhnen. Am race-day selbst herrschten dann etwa 26 Grad, wolkenfrei und für Florida-Verhältnisse wehte auch kein allzu starker Wind. Start war um 7 Uhr morgens. Geschwommen wurden zwei Runden im Meer, von einem Landgang unterbrochen.

Für mich war es der erste Wettkampf im salzigen Meerwasser. Nach 1:02 Stunden war die für mich schwierigste Disziplin überstanden und ich konnte den Radpart in Angriff nehmen. Es rollte gut und so arbeitete ich mich Position um Position nach vorne. Die absolut flache Strecke war schnell, aber eben sehr windanfällig. Nach 4:47 Stunden, inklusive einer vierminütigen unglücklichen, aber wohl berechtigten Zeitstrafe, konnte ich meine Laufschuhe anziehen und auf die Marathonstrecke gehen.

Die Strecke verläuft zunächst durch Wohngebiete, ehe es dann in einen Nationalpark geht. Am Alligators Point wird gewendet und es geht wieder zurück, das Ganze zweimal. Am ersten Wendepunkt lag ich noch auf Platz 9 in meiner Altersklasse; dies konnte man anhand der Startnummern erkennen.

Nach halbem Marathon wirds ernst

Nach 21 km beginnt dann eigentlich erst wirklich ein Ironman, denn nach rund acht Stunden Vorbelastung geht es keinem mehr gut, dann stellt sich heraus, wer seine Kräfte gut eingeteilt hat und wer es vor allem schafft, dass der Geist den Körper überwindet, die Schmerzen erträgt und auf den letzten Kilometern das Tempo halten kann, während andere zu gehen beginnen oder gar stehen bleiben und aufgeben müssen.

Ein 3:11-Marathon bescherte mir eine für mich phantastische Endzeit von 9:07 Stunden, damit war ich 42. gesamt (von über 2400 Startern), 12. Amateur, 4. Deutscher und vor allem 5. meiner Altersklasse, was die direkte Qualifikation für Hawaii bedeutete. Mein sportlicher Traum geht damit in Erfüllung. Pegnitz Zeitung